Geothermie, die Energie aus dem Erdinneren, gewinnt nicht nur im Umweltschutz zunehmend an Bedeutung, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht. Wissenschaftler der TU Dresden entwickeln deshalb derzeit ein neues Verfahren, das Geothermie einfacher machen und die Bohrkosten senken soll – Kosten, die schon manches Geothermieprojekt scheitern ließen. Das Dresdner Elektroimpulsverfahren (EIV) könnte die Bohrkosten in einem Geothermie-Projekt um bis zu 30 % reduzieren und gleichzeitig die Bohrgeschwindigkeit erhöhen. mehr…
Umwelttechnik
Großes Marktpotenzial für Elektroautos in Deutschland
Donnerstag, 11. März 2010Vier von zehn Deutschen können sich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des Branchenverbands BITKOM. „Das Marktpotential für Elektroautos ist da“, stellt deshalb Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM, fest. Die Bundesregierung will Deutschland als Leitmarkt für Elektromobilität etablieren. Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million E-Autos auf den Straßen fahren. Viele der Befragten machen einen Kauf allerdings von Preis und Komfort abhängig. mehr…
Arbeitsmarkt
Klima- und Umweltschutz stabilisieren Arbeitsmarkt
Mittwoch, 10. März 2010Alternative Energien und Umweltschutz werden in Deutschland zu einem immer wichtigeren Teil der Wirtschaft – und damit auch des Arbeitsmarkts. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat deshalb im Rahmen einer Studie einmal nachgerechnet, wie hoch der Anteil des Umwelt- und Klimaschutzes am Beschäftigungspotential in Deutschland jenseits ideologischer Wunschvorstellungen tatsächlich ist. Demnach waren im Jahr 2006 immerhin bereits 1,8 Millionen Beschäftigte (4,5 % aller Erwerbstätigen) direkt und indirekt für den Umweltschutz tätig. Damit ist der Umweltschutz in der aktuellen Wirtschaftskrise ein bedeutender und stabilisierender Faktor für den gesamten Arbeitsmarkt. mehr…
Desertec
Milliardenprojekt rückt in den Fokus der Regierung
Mittwoch, 10. März 2010
Rainer Brüderle
Das 400 Milliarden Euro schwere Erneuerbare-Energie-Projekt Desertec, mit dem in Zukunft in nordafrikanischen Wüstengebieten im großen Maßstab Solarstrom gewonnen und nach Europa transportiert werden soll, rückt endlich in den Fokus der Bundesregierung. Am vergangenen Montag bot Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle den beteiligten Unternehmen die umfassende Unterstützung der Bundesregierung an. In einem Gespräch mit Vertretern der Desertec Industrial Initiative (DII) versprach Brüderle, die Bauvorhaben mit Kreditbürgschaften des Bundes abzusichern. Eine sogenannte Task-Force des Ministeriums soll die Unternehmen ebenfalls unterstützen. mehr…
Erneuerbare Energien
Heizungsindustrie kritisiert reduzierte Förderung
Montag, 8. März 2010Ende Februar hatte das Bundesumweltministerium einige wichtige Änderungen des sogenannten Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien im Wärmemarkt bekanntgegeben. Neben einigen Verbesserungen – darunter die Verlängerung der Laufzeit des Kesseltauschbonus – enthält die Novellierung auch eine ganze Reihe von Verschlechterungen für die betroffenen Unternehmen und Handwerksbetriebe. Deren Unmut brachte nun der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) öffentlich zum Ausdruck. mehr…
Erneuerbare Energien 2009
KMU profitierten von Förderrekord besonders stark
Freitag, 5. März 2010Das Bundesumweltministerium (BMU) hat 2009 mit seinem Marktanreizprogramm trotz Finanzkrise einen Förderrekord im Bereich der Erneuerbaren Energien aufgestellt, der seinerseits Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro auslöste. Gestützt wurden die Investitionen durch Förderkredite in Höhe von 300 Millionen Euro der KfW-Bankengruppe im Rahmen des Programms 2100. Besonders erfreulich: Rund 80 % der Förderdarlehen im KfW-Programm Erneuerbare Energien (Premiumvariante) gingen an kleine und mittlere Unternehmen. mehr…
Photovoltaik
Kürzung der Solarstrom-Förderung auf dem Weg
Mittwoch, 3. März 2010Das Bundeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung grundsätzlich einer einmaligen außerplanmäßigen Kürzung der Solarstrom-Förderung in Höhe von 16 % zugestimmt, indem es die sogenannte Formulierungshilfe für eine entsprechende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschloss. Diese Formulierungshilfe wird im nächsten Schritt als Entwurf zu einem Änderungsgesetz von den Regierungsfraktionen in das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden. mehr…
Biogas
Biogasrat fordert bessere Rahmenbedingungen
Mittwoch, 3. März 2010Um den Stellenwert und die Entwicklung von Biogas zu stärken, beschloss die Vereinigung der Biogasbranche, der sogenannte Biogasrat, ein neues Positionspapier. Mit dem Papier soll vor allem Druck auf die Politik ausgeübt werden, die politischen Rahmenbedingungen zu verbessern und u. a. das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zugunsten von Biogas zu ergänzen. mehr…
Energiemarkt
Flexible Stromtarife und intelligente Zähler im Trend
Dienstag, 2. März 2010Viele Verbraucher in Deutschland wollen neue Technologien nutzen, um ihren Energieverbrauch zu senken und Kosten zu sparen. 40 % der Verbraucher würden deshalb zu einem zeitabhängigen Stromtarif wechseln, wenn dieser Einsparmöglichkeiten zum Beispiel durch günstigeren Nachtstrom böte. 60 % befürworten zudem eine Nachrüstung älterer Wohnungen mit intelligenten digitalen Stromzählern. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des Branchenverbands BITKOM. mehr…
Energieversorger
Kapitalknappheit bremst Konsolidierung aus
Montag, 1. März 2010Die globale Strom- und Gasversorgungsindustrie verzeichnete 2009 im Vergleich zu 2008 weniger Fusionen und Übernahmen (M&A) und einen massiven Rückgang des Transaktionsvolumens. Während die Zahl der Transaktionen gegenüber 2008 um 10 % auf 596 sank, erreichte der Gesamtwert mit 97,6 Milliarden US-Dollar nur noch das halbe Vorjahresniveau, wie die Studie Power Deals – 2009 Annual Review von PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt. Inklusive der Deals im Bereich der erneuerbaren Energien gab es 2009 weltweit 1146 Transaktionen (-24 %) mit einem Volumen von rund 131 Milliarden US-Dollar (-44 %). mehr…
Geothermie
Branchentreff erfolgreich beendet
Sonntag, 28. Februar 2010
Geotherm – expo & congres
Zum vierten Mal traf sich letzte Woche in Offenburg die Geothermie-Branche auf der Messe Geotherm – expo & congress. Wie die Messe Offenburg mitteilt, waren die Gäste und Aussteller mit dem Verlauf sehr zufrieden. Die Zahlen der Messe können sich zudem sehen lassen: 118 Aussteller aus sieben Staaten füllten die Hallen. Entsprechend stieg die belegte Ausstellungsfläche der Fachmesse für Geothermie gegenüber dem Vorjahr um 11 % – angesichts der Krise ein beachtlicher Erfolg. mehr…
Mittelstandsstudie
Energieeinsparpotenziale mangels Kapital ungenutzt
Donnerstag, 25. Februar 2010Das Thema Energieeffizienz genießt bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine hohe Aufmerksamkeit. Das ergab eine Studie der KfW Bankengruppe. Knapp 50 % der rund 640 befragten KMU halten das Thema für wichtig bis sehr wichtig. Rund zwei Drittel sehen zudem Möglichkeiten, den Energieverbrauch in ihrem Betrieb zu reduzieren. Die Studie zeigt aber auch, dass vorhandene Energieeinsparpotenziale in KMUs noch immer mangels Kapital und Personal weitgehend ungenutzt bleiben. mehr…
Kernkraft
Finanzielle Risiken des Fusionsreaktors beherrschbar
Mittwoch, 24. Februar 2010Mit einer kritischen Anfrage der Grünen-Fraktion des Deutschen Bundestags zum Fusionsreaktor ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) musste sich vergangene Woche die Regierungskoalition befassen. In ihrer Anfrage hatten die Grünen unterstellt, dass der Anteil der EU an den Kosten „von ursprünglich 2,8 Milliarden Euro bei Vertragsunterzeichnung auf schätzungsweise 5,6 Milliarden Euro steigen wird“. In die Finanzierung des Gemeinschaftsprojekts ITER sind die EU, Japan, Russland, USA, China, Indien und Südkorea eingebunden. mehr…
Klimadebatte
Klima-Ökonom fordert Investitionen in Atomkraft
Dienstag, 23. Februar 2010
Lord Nicholas Stern
Der britische Klima-Ökonom Lord Nicholas Stern hat sich in einem Interview in der Montagsausgabe der Zeitung Tagesspiegel für mehr Investitionen in die Atomkraft ausgesprochen. Der 63-Jährige war früher Chefökonom der Weltbank und erarbeitete 2006 im Auftrag der britischen Regierung den sogenannten Stern Report zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Der Report gilt als wichtige Grundlage für die aktuelle Klimadebatte. Sterns Begründung für seine ungewöhnliche Forderung: Es handle sich schlicht um eine Risikoabwägung. Und wenn man sich die Kosten für Kernenergie anschaue, seien diese verhältnismäßig niedrig, verglichen mit den möglichen Kosten des Klimawandels. mehr…
Energieeffizienz
Green IT bietet Unternehmen noch viel Sparpotenzial
Montag, 22. Februar 2010Auch wenn aus der Wirtschaft immer häufiger Absichtserklärungen zu vernehmen sind, man wolle Green IT – also energieeffiziente und -sparsame IT-Systeme – aus Klimaschutzgründen einsetzen, zeichnet eine Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Creditreform noch ein etwas anderes Bild. Unter rund 900 befragten Unternehmen, die sich durch eine besonders hohe IT-Nutzung auszeichnen, reizen viele das Potenzial der Green IT noch längst nicht aus. Große Unterschiede bestehen unter anderem zwischen den Branchen. mehr…
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